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Montag, 4. Februar 2008

USBC-Trainerseminare

Wer glaubt, dass sich der Erwerb eines Trainerscheins bei der DBU noch lohnt, sollte sich nicht nur die Kostenseite ansehen, sondern auch gleich noch weitere Überlegungen für die Entscheidungsfindung mit einbeziehen. Wenig bekannt ist beispielsweise, dass die Seminare des USBC (United States Bowling Congress) nicht nur eine entsprechende Qualität haben, sondern auch die einzige Zertifizierung anbieten, die vom Olympischen Komitee der USA tatsächlich anerkannt wird.

Man kann der DBU und auch anderen europäischen Organisationen nichts unterstellen. Aber wenn sich ein amerikanisches Gremium die Erhöhung der Qualität und die Ausbildung von Elite-Bowlern in der ganzen Welt auf die Fahnen schreibt, ist dem nur schwer etwas entgegenzusetzen. Andererseits dürfte die Schaffung eines weltweiten Standards dem Bowlingsport im Allgemeinen gut tun, wenn man mal auf die mehrheitliche Präsenz der Amerikaner im Profisport schielt.

Wer sich also für eines dieser Zertifikate des USBC entscheidet, steht mit seiner Meinung nicht allein da. Die Bowlingakademie in Deutschland macht sich da zum Beispiel stark für die Ausbildung, die mit dem Bronze-, Silver- oder Gold-Level abgeschlossen wird. Die Seminarunterlagen kann man recht günstig erwerben. Wenn Interesse besteht, einfach einem der folgenden Links zu Amzon folgen:

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Freitag, 14. September 2007

Einzelturnier in Cinisello

Gestern Abend habe ich ein Einzel in Cinisello gespielt. Wer nicht so oft Bowling in der Gegend von Mailand spielt, hat vermutlich noch nie von dem Center gehört. Die Gegend ist eher nicht so toll und bei den dortigen Bahnverhältnissen scheiden sich die Geister. Man findet sich eben zurecht oder nicht ... dazwischen gibt es nichts.

Bis auf das erste Mal, bei dem ich sogar Schwierigkeiten hatte, das Bowling-Center zu finden, finde ich mich eigentlich immer gut zurecht. Gestern gab es nun ein nationales Ranking-Turnier der Cadetti. Das bedeutet, dass alle männlichen - in der FISB gemeldeten - Spieler, die in der letzten Saison einen Spielschnitt von max. 182 Pins hatten, sich dort trafen bzw. in den nächsten Tagen noch treffen, um um die Pokale und das Preisgeld zu spielen.

Ausgehend von diesen Überlegungen sollte es eigentlich reichen, mit einem Schnitt von 185 ins Finale einzuziehen. Das Niveau war allerdings so hoch, dass ich jetzt nur noch hoffen kann, am Finale teilzunehmen, weil ich mit dieser Pinzahl vielleicht gerade noch der 24. Finalteilnehmer sein werde, wenn alles gut für mich läuft. Wenn nicht, fallen mir bestimmt noch weitere 99 Ausreden (hat jemand 'n Link?) ein, warum es nicht sein sollte. Jetzt heißt es aber erst einmal: Daumen drücken!
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Donnerstag, 21. Juni 2007

Ölmuster und andere Gemeinheiten

Der Gelegenheitsbowler interessiert sich wenig dafür, der fortgeschrittenere Bowler glaubt sein Spiel verlernt zu haben und der Ligaspieler probiert einen anderen Ball. So oder ähnlich könnte man die Situation beschreiben, wenn die Techniker der Hausbahn wieder mal ein neues Programm der Ölmaschine ausprobiert haben. Wenn das Oilpattern vom üblichen Muster abweicht, hat derjenige den Vorteil, der die Bahn lesen und sich umstellen kann.

Ist das nun bloß pure Gemeinheit oder steckt da Sinn und System hinter? Wenn man sich die Entwicklung des Bowlings mal ganz genau anschaut, wird man feststellen, wie abhängig dieser Sport von der Bahnpflege und dem verwendeten Bowlingzubehör ist. Durch die immer bessere Ausrüstung der Bowler sind inzwischen Spielschnitte möglich, die weit über dem liegen, was noch vor einigen Jahrzehnten gespielt wurde. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurden die Ölmuster eingeführt.

Wer das Spiel und die Ergebnisse mancher Profis der PBA beobachtet, wird vielleicht nicht nur seine Freude dabei haben, sondern denkt vielleicht auch, dass die eigenen Ergebnisse nicht weit entfernt oder sogar ähnlich sind. Allerdings gibt es dabei zu bedenken, dass es bei der PBA - anstelle des Short- oder Longoilpatterns, die beispielsweise bei der FISB verwendet werden - 5 verschiedene Ölmuster gibt, auf die es sich einzustellen gilt.

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Mittwoch, 20. Juni 2007

Was ist ein Handicap beim Bowling?

Das Handicap wird als Mittel verwendet, um Bowler unterschiedlicher Spielstärke vergleichen zu können, in dem man den "schwächeren" Spielern einen Bonus gewährt, der eine bestimmte Anzahl von Pins pro Spiel beträgt. Bei Turnieren innerhalb der Bowlingorganisationen hat sich dies bewährt. Problematisch und immer wiederkehrender Grund für Diskussionen ist das Handicap bei Turnieren, bei denen auch Openbowler zugelassen werden oder bei internationalen Wettkämpfen.

Dabei ist das Handicap in Deutschland keineswegs von der DBU geregelt, sondern den Veranstaltern überlassen worden. Die FISB in Italien geht wiederum anders vor und hat eine Handicap-Tabelle in ihrer Sportordnung. Allerdings dürften sich hier wiederum ausländische Spieler daran stören, dass es in Deutschland die Ranglistenkarten von A-F, in Italien jedoch nur die Ränge A-D gibt und so das Durcheinander schon vorprogrammiert ist, wenn ein Turnier nicht von den europäischen Dachorganisationen (FIQ/EBTF) genehmigt bzw. anerkannt wurde und somit nach den Regeln der FISB ausgespielt wird.

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Freitag, 1. Juni 2007

Ich bin Europäer!

Naja, eigentlich bin ich Berliner ... aber nicht so einer wie der Kennedy einer war. Ich bin wirklich in Berlin geboren und aufgewachsen. Aber seit fast 2 Jahren bin ich nun Ausländer, ansässig in Italien. Was das mit dem Bowling zu tun hat? "Eine ganze Menge!", kann ich sagen. Wenn man in Italien Bowling ernsthaft betreibt, dann tritt man in die FISB (Federazione Italiana Sport Bowling) ein, die eine europäische Schwesterorganisation der DBU in Deutschland darstellen dürfte. Diese beiden Organisationen sollten - meines Wissens nach - wiederum Teil der Europäischen Organisation ETBF sein.

So etwas wie die "Light"-Mitgliedschaft bei der DBU gibt es bei der FISB nicht. Man muss sich also vorher noch einen Verein suchen. Der ist aber schnell gefunden und die Einschreibung läuft dann auch ohne größere Hindernisse ab. Während der Spielsaison bemerkt man dann schnell einige Unterschiede, die aber auch durch die Anzahl der eingeschriebenen Sportler bedingt sein dürfte (meines Wissens nach hat die DBU wesentlich mehr Mitglieder). Neben dem Rankingsystem, das nur von A-D reicht und bei dem man nur nach einer bestimmten Anzahl von Spielen und dem entsprechendem Spielschnitt in die nächst höhere Klasse aufsteigen kann, sind noch Verschiedenheiten bei den Turnieren festzustellen. So gibt es neben den Pokalturnieren, Rankingturnieren usw. nur die Einzel-, Doppel-, Trio- und Mannschaftsturniere, die zuerst in den Provinzen, dann in den Regionen und am Ende national ausgetragen werden. Das hat aber sehr wenig mit dem Ligabetrieb in Deutschland zu tun.

Als ausländischer Bowler hat man es nicht leicht in Italien. Es fängt damit an, dass man weder an den Ranking- noch an den Pokalturnieren um den "Coppa Italia" teilnehmen darf. Da bleiben aber noch genug andere Turniere, denkt vielleicht der eine oder andere. Allerdings gibt es auch da einen Haken. Bei dem "Singolo" (Einzel) der FISB darf man als Ausländer nur an den Turnieren teilnehmen, die in der eigenen Provinz und dann in der eigenen Region ausgetragen werden. Auch wenn Ausländer gewinnen, und das war durchaus der Fall in der Kategorie C und D der Herren beim letzten Regionalturnier, dürfen sie nicht an den Landesmeisterschaften teilnehmen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch insofern seltsam, weil Ausländer durchaus an den Landesmeisterschaften teilnehmen können, wenn sie zusammen mit Italienern in den Teamwettbewerben spielen. Und an dieser Stelle muss ich auch mal die DBU für ihre Fortschrittlichkeit in diesen Angelegenheiten loben. In der Sportordnung kann man nämlich zu den Ehrungen bei den Deutschen Meisterschaften lesen:

Belegt ein Ausländer den ersten Platz, so erhält er eine Goldmedaille und eine Urkunde mit dem Text „Internationaler Deutscher Meister“. Der nächstplatzierte Deutsche erhält eine Goldmedaille und eine Urkunde mit dem Text „Deutscher Meister“. Die Plätze 2 und 3 werden – ungeachtet der Nationalität – mit einer Silber- bzw. Bronzemedaille geehrt.


Bravo, meine Damen und Herren von der DBU! Ich habe keine Ahnung, ob die DBU damit allein steht in Europa. In Italien hat man von dieser Politik scheinbar noch nicht gehört. Dumm auch, dass ich mir jetzt überlegen muss, wie ich bei allen Turnieren ins Finale komme, damit ich am Ende der Saison 70 Partien gespielt habe, die dann auch anerkannt werden, damit ich wenigstens aufsteigen kann.

Cheers!

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