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Freitag, 11. April 2008

Hall of Fame

Die PBA hat eine, die NBA auch und so ziemlich jeder Verein mit 3 Buchstaben (außer dem CIA und der NSA) führt die besten Leistungen in einer Hall of Fame oder neudt. Ruhmeshalle. Bei der Bowling-Liga gibt's ja schon seit den Anfängen die Top 10. Allerdings war irgendwann auch mal das Update fällig, um die höchsten Serien der einzelnen Spieler anzuzeigen und nicht nur den bisher erzielten Highscore.

Wer sich für diese Art von Höchstleistungen interessiert, kann von nun nicht nur die Serien der einzelnen Spieler auf deren Seiten sehen, sondern auch unsere Hall of Fame besuchen und sich informieren, welche Ergebnisse von einigen Talent erzielt wurden. Für den Anfang zeigen wir jeweils die Top3 aus den Serien über 2, 3, 4, 5, 6 und 8 Spielen. Falls Ihr Turniere kennt, bei denen eine andere Anzahl von Spielen gemacht wird, könnt ihr uns - wie immer - einfach Bescheid geben.
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Samstag, 7. Juli 2007

Wie wird ein Handicap berechnet?

In einem Artikel des letzten Monats ist das Handicap schon angesprochen worden. Wie das Handicap genau berechnet wird, ist vielleicht noch nicht ganz klar. Viele Dachorganisationen haben in ihren Satzungen die Handicaps schon vorgegeben. Für Hausturniere sind die Tabellen aber meist eher nicht so günstig, so dass man die Handicaps selbst berechnen muss. Dabei ist die Berechnung eigentlich ganz einfach, wenn man es einmal gemacht hat.

Angenommen, es wurde bei der letzten Hausliga ein Gesamtschnitt von 160 gespielt. Dann haben wir schon mal eine Basis. Genausogut kann man natürlich auch den Spielschnitt des besten Spielers als Ausgangsposition verwenden. Dann wird bestimmt, wieviel Handicap in Prozent gegeben werden soll. Dieser Wert liegt meist zwischen 80 und 100%. Nun muss nur noch der Spielschnitt jedes einzelnen Bowlers in der folgenden Formel angewendet werden:

Pins = (Basis - Spielschnitt) * (Handicap / 100)

Um die Berechnung noch weiter zu veranschaulichen, haben wir auch ein kleines Programm erstellt, dass die Anzahl der Pins für das Handicap berechnet.



Ihr könnt den "Handicap Calculator" gern auf eurer Website einbinden. Dazu muesst ihr nur folgenden HTML-Code in eure Seite einbinden:



Viel Spass damit!
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Freitag, 6. Juli 2007

Mentales Spiel

In den Experten-Tipps auf der bowlingfans.com gibt es einen Artikel von Tom Blasco über mentale Stärke. Es geht dabei vor allem um die Gedanken des Spielers über sich selbst. Eine starke mentale Persönlichkeit ist demnach eine Person, die einen Wettkampf als Herausforderung betrachtet, über sich selbst herauszuwachsen und nicht mit dem Gedanken zu spielen, möglicherweise zu verlieren. Genau wie die physischen Fertigkeiten kann mentale Stärke auch durch qualifizierte Anleitung und Training trainiert werden.

Tom unterteilt 7 verschiedene Charakteristiken, Verhalten und/oder Reaktionen. Dazu zählt er: competitive (Kampfgeist), confident (Selbstsicherheit), control (Kontrolle), committed (Engagement), composure (Gelassenheit), courage (Mut) und consistency (Beständigkeit) - die 7 C's. Er meint dazu: Ein Wettkampf wird mit dem Kopf gewonnen. Lerne die Herausforderung des Wettkampfes zu lieben.

Der kämpferische Typ wird einen Weg finden zu gewinnen. Wenn er in eine schwierige Phase gerät, wird er diese als Möglichkeit benutzen, noch konzentrierter zu spielen. Aufgeben tut der, der einen schwierigen Moment als Erklärung benutzt. Ein von sich überzeugter Spieler trägt den Gedanken in sich: "Ich kann alles schaffen, was auch immer kommt". Er wird nicht von Selbstzweifeln gestört. Erfolgreiche Sportler sind fähig ihre Gedanken und ihr Verhalten zu kontrollieren. Sie konzentrieren sich auf das, was sich kontrollieren lässt. Dinge, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen, dürfen sie nicht stören. Das Kennzeichen von mental starken Bowlern ist die Fähigkeit, das eigene Gleichgewicht, die Konzentration und Gefühle auch unter größtem Stress kontrollieren zu können. Mental starke Sportler konzentrieren ihre Zeit und Energie auf ihre Ziele und Träume. Sie sind selbstgesteuert und hoch motiviert. Sie bleiben immer konzentriert und spielen mit den Herausforderungen. Wie ein Spieler mit seinen Emotionen umgeht, kann entscheidend über Sieg oder Niederlage sein. Der mental starke Bowler wird sich selbst sagen: "OK, ich muss den anderen Spieler und die Pins schlagen, und ich WERDE das tun". Der Spieler muss auch bereit sein Risiken einzugehen. Das ist es, was Spitzensportler tun, um ihr volles Potential auszuschöpfen. Mental starke Bowler verfügen über Beständigkeit. Sie spielen ihr Bestes, auch wenn sie sich schlecht fühlen, ohne dies als Entschuldigung zu benutzen.
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Sonntag, 1. Juli 2007

Geschichten erzählen ...

Wir Bowler sind schon komische Leute. Immer wieder beschweren sich Traditionsvereine, dass es mit dem Nachwuchs nicht so recht klappen mag. 'Das ist doch klar! Die sind doch immer auf der Bowlingbahn', könnte man einwerfen. Aber ich meine Jüngere, die sich für Bowling interessieren. Und zwar ernsthaft und nicht nur am Wochenende beim Disco-Bowling.

Vielleicht hat das auch was mit der Geschichte des Bowling zu tun. Bowling ist nämlich keineswegs eine dieser trendigen Neuzeiterfindungen, sondern eine Sportart, die bis in die Zeit der Ägypter zurückreicht. Meinen zumindest einige findige Geschichtenerzähler, die über die kausale Kette 'Bowling -> Kegeln -> kegeleähnliches Spiel in einem Pharaonengrab' in die Geschichte zurückreisen. Mein Uropa hat also schon ein Bowling-ähnliches-Spiel gespielt und vom Reactivball geträumt. Das nimmt dem Sport irgendwie seine Coolness, oder nicht?

Witzig ist übrigens zudem noch der verbreitete Hoax mit dem Verbot von Kegeln - also dem 'Nine-Pin-Bowling' - in den USA, was unweigerlich zum 'Ten-Pin-Bowling' geführt haben soll. Allerdings ist dieses Verbot nur 1841 in Connecticut verbrieft, was dem Argument irgendwie seine Kraft nimmt. Nachweisbar ist aber auf jeden Fall, dass die Geschichte des modernen Bowling 1895 mit der Gründung des ABC in den USA beginnt. Das macht Bowling immer noch zu einem Sport mit mehr als 100 Jahren Tradition. Und das macht unseren Sport in meinen Augen nicht uninteressanter ... aber viel glaubhafter.
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Donnerstag, 21. Juni 2007

Ölmuster und andere Gemeinheiten

Der Gelegenheitsbowler interessiert sich wenig dafür, der fortgeschrittenere Bowler glaubt sein Spiel verlernt zu haben und der Ligaspieler probiert einen anderen Ball. So oder ähnlich könnte man die Situation beschreiben, wenn die Techniker der Hausbahn wieder mal ein neues Programm der Ölmaschine ausprobiert haben. Wenn das Oilpattern vom üblichen Muster abweicht, hat derjenige den Vorteil, der die Bahn lesen und sich umstellen kann.

Ist das nun bloß pure Gemeinheit oder steckt da Sinn und System hinter? Wenn man sich die Entwicklung des Bowlings mal ganz genau anschaut, wird man feststellen, wie abhängig dieser Sport von der Bahnpflege und dem verwendeten Bowlingzubehör ist. Durch die immer bessere Ausrüstung der Bowler sind inzwischen Spielschnitte möglich, die weit über dem liegen, was noch vor einigen Jahrzehnten gespielt wurde. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurden die Ölmuster eingeführt.

Wer das Spiel und die Ergebnisse mancher Profis der PBA beobachtet, wird vielleicht nicht nur seine Freude dabei haben, sondern denkt vielleicht auch, dass die eigenen Ergebnisse nicht weit entfernt oder sogar ähnlich sind. Allerdings gibt es dabei zu bedenken, dass es bei der PBA - anstelle des Short- oder Longoilpatterns, die beispielsweise bei der FISB verwendet werden - 5 verschiedene Ölmuster gibt, auf die es sich einzustellen gilt.

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Dienstag, 5. Juni 2007

Wie werden die Spielergebnisse berechnet?

Heutzutage übernehmen die Bahncomputer der Bowlingbahn die Berechnung der Spielergebnisse für den Bowler. Und doch kommt es vor, daß man die Ergebnisse selber notieren muß. Das ist beispielsweise oft der Fall, wenn man an einem Bowlingturnier teilnimmt oder im Ligabetrieb für den Vereinssekretär des eigenen Bowlingvereins die Spiele festhalten soll. Nun ist das Abschreiben vom Monitor über der Bahn natürlich einfach. Peinlich wird's nur, wenn man nicht genau weiß, wie das Ganze eigentlich funktioniert und aus Versehen mal einen Fehler macht, den man später aus Unwissenheit nicht zu korrigieren weiß. Dabei ist es wirklich einfach, die Spielzettel beim Bowling auszufüllen, wenn man erst einmal verstanden hat, wie es funktioniert.

Die Berechnung

Ein Bowlingspiel besteht aus 10 Frames (Felder). Pro Frame werden maximal 2 Würfe gemacht. Die Ausnahme bildet das 10. Frame, in dem auch ein 3. Wurf gemacht werden kann, wenn ein Spare oder Strike erzielt wurde. Einen Strike hat man geworfen, wenn beim 1. Wurf in einem Frame alle 10 Pins umgefallen sind. Einen Spare hat man erzielt, wenn man das selbe mit dem 2. Versuch geschafft hat. Das höchste Ergebnis bei einem Bowlingspiel ist 300. Dies kann nur durch insgesamt 12 Strikes in Folge erreicht werden. 9 Strikes in den ersten 9 Frames und 3 im 10. Frame durch die Bonuswürfe. Weil nach einem Strike die 2 folgenden Würfe dem aktuellen Feld hinzugerechnet werden, läßt sich 9 x 30 = 270 für die ersten 9 Frames + 3 x 10 = 300 für den letzten Frame errechnen. Nun werfen selbst professionelle Bowler nicht immer einen Strike. Um eine hohe Pinzahl zu erreichen, sollten die Frames nach Möglichkeit geschlossen werden. Wenn nicht mit einem Strike, dann eben mit einem Spare, bei dem noch der folgende Wurf als Prämie zum aktuellen Frame hinzugefügt wird.

Notation

Ein Strike wird mit einem X notiert. Ein Spare hingegen wird mit einem / im 2. Feld des Frames eingetragen. Wenn keine Pins getroffen wurden, wird ein Miss wird mit einem - notiert. Ein Foul wird mit einem F gekenzeichnet. Regelwidriges oder unsportliches Verhalten kann vom Schiedsrichter mit einem Foul geahndet werden. Das passiert auch, wenn man die Foullinie übertritt und die Lichtschranke der Bowlingbahn aktiv ist. Alle Pins werden wieder aufgstellt und nicht gewertet. War dies der 1. Wurf des Frames, wird der folgende als 2. Wurf gewertet. Ein Split ist eine Pinstellung, bei der der 1. Pin gerämt wurde, aber zwischen mindestens 2 stehengebliebenen Pins einer fehlt. Auf dem Spielzettel wird nicht extra vermerkt, daß es sich um einen Split handelt. Auf den Bahnmonitoren wird es jedoch häufig mit einem S vor der Pinzahl gekenzeichnet, um zu signalisieren, daß es sich um eine schwierige Pinstellung handelt.

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