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Donnerstag, 7. Februar 2008

Rauchfrei bowlen

Bowling-Center in Deutschland sind eher Gaststätten als Fitnesscenter. In Italien ist die Situation auch etwas verkehrt. Hier gleichen die Bowlinganlagen eher Casinos und haben wenig mit Sportanlagen zu tun. Trotzdem haben diese Einrichtungen in beiden Ländern nun etwas gemeinsam, was ich als Raucher sogar begrüße. In Deutschland spielt man endlich auch rauchfrei! In Italien funktioniert das seit Jahren hervorragend. Die Rauchfreiheit ist nicht nur eine klasse Sache für die eigene Gesundheit, sondern unterstützt - meiner Meinung nach - die Jugendarbeit ungemein.

In einem älteren Artikel habe ich schon anklingen lassen, dass einige Vereine händeringend nach Nachwuchs suchen. Allerdings konnte ich mir selbst nur schwer vorstellen, wie Eltern freiwillig ihre Kinder in eine Kneipe schicken, wenn man das mal etwas überspitzt formulieren möchte. Das ist nun Geschichte und hilft dem Bowlingsport sicher dabei, sich gegen die bestehenden Vorurteile durchzusetzen. Wenn Eltern sich nun deshalb keine Sorgen mehr machen müssen, klappt's vielleicht auch mit den diversen Initiativen, Bowling als Schulsport zu etablieren.

Bei meinem letzten Besuch in Deutschland hatte ich gleich die Gelegenheit genutzt und Sportbowler in der "Raucherecke" befragt, was sie von den rauchfreien Bowlinganlagen halten. Auch wenn sich die Spieler mehrheitlich ablehnend geäußert haben, so waren doch alle der Meinung, dass der Stressfaktor beim Ligabetrieb merklich gesunken ist, weil man nun nicht mehr durch den Rauch der Zuschauer belästigt wird.
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Montag, 4. Februar 2008

USBC-Trainerseminare

Wer glaubt, dass sich der Erwerb eines Trainerscheins bei der DBU noch lohnt, sollte sich nicht nur die Kostenseite ansehen, sondern auch gleich noch weitere Überlegungen für die Entscheidungsfindung mit einbeziehen. Wenig bekannt ist beispielsweise, dass die Seminare des USBC (United States Bowling Congress) nicht nur eine entsprechende Qualität haben, sondern auch die einzige Zertifizierung anbieten, die vom Olympischen Komitee der USA tatsächlich anerkannt wird.

Man kann der DBU und auch anderen europäischen Organisationen nichts unterstellen. Aber wenn sich ein amerikanisches Gremium die Erhöhung der Qualität und die Ausbildung von Elite-Bowlern in der ganzen Welt auf die Fahnen schreibt, ist dem nur schwer etwas entgegenzusetzen. Andererseits dürfte die Schaffung eines weltweiten Standards dem Bowlingsport im Allgemeinen gut tun, wenn man mal auf die mehrheitliche Präsenz der Amerikaner im Profisport schielt.

Wer sich also für eines dieser Zertifikate des USBC entscheidet, steht mit seiner Meinung nicht allein da. Die Bowlingakademie in Deutschland macht sich da zum Beispiel stark für die Ausbildung, die mit dem Bronze-, Silver- oder Gold-Level abgeschlossen wird. Die Seminarunterlagen kann man recht günstig erwerben. Wenn Interesse besteht, einfach einem der folgenden Links zu Amzon folgen:

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Mittwoch, 20. Juni 2007

Was ist ein Handicap beim Bowling?

Das Handicap wird als Mittel verwendet, um Bowler unterschiedlicher Spielstärke vergleichen zu können, in dem man den "schwächeren" Spielern einen Bonus gewährt, der eine bestimmte Anzahl von Pins pro Spiel beträgt. Bei Turnieren innerhalb der Bowlingorganisationen hat sich dies bewährt. Problematisch und immer wiederkehrender Grund für Diskussionen ist das Handicap bei Turnieren, bei denen auch Openbowler zugelassen werden oder bei internationalen Wettkämpfen.

Dabei ist das Handicap in Deutschland keineswegs von der DBU geregelt, sondern den Veranstaltern überlassen worden. Die FISB in Italien geht wiederum anders vor und hat eine Handicap-Tabelle in ihrer Sportordnung. Allerdings dürften sich hier wiederum ausländische Spieler daran stören, dass es in Deutschland die Ranglistenkarten von A-F, in Italien jedoch nur die Ränge A-D gibt und so das Durcheinander schon vorprogrammiert ist, wenn ein Turnier nicht von den europäischen Dachorganisationen (FIQ/EBTF) genehmigt bzw. anerkannt wurde und somit nach den Regeln der FISB ausgespielt wird.

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Freitag, 1. Juni 2007

Ich bin Europäer!

Naja, eigentlich bin ich Berliner ... aber nicht so einer wie der Kennedy einer war. Ich bin wirklich in Berlin geboren und aufgewachsen. Aber seit fast 2 Jahren bin ich nun Ausländer, ansässig in Italien. Was das mit dem Bowling zu tun hat? "Eine ganze Menge!", kann ich sagen. Wenn man in Italien Bowling ernsthaft betreibt, dann tritt man in die FISB (Federazione Italiana Sport Bowling) ein, die eine europäische Schwesterorganisation der DBU in Deutschland darstellen dürfte. Diese beiden Organisationen sollten - meines Wissens nach - wiederum Teil der Europäischen Organisation ETBF sein.

So etwas wie die "Light"-Mitgliedschaft bei der DBU gibt es bei der FISB nicht. Man muss sich also vorher noch einen Verein suchen. Der ist aber schnell gefunden und die Einschreibung läuft dann auch ohne größere Hindernisse ab. Während der Spielsaison bemerkt man dann schnell einige Unterschiede, die aber auch durch die Anzahl der eingeschriebenen Sportler bedingt sein dürfte (meines Wissens nach hat die DBU wesentlich mehr Mitglieder). Neben dem Rankingsystem, das nur von A-D reicht und bei dem man nur nach einer bestimmten Anzahl von Spielen und dem entsprechendem Spielschnitt in die nächst höhere Klasse aufsteigen kann, sind noch Verschiedenheiten bei den Turnieren festzustellen. So gibt es neben den Pokalturnieren, Rankingturnieren usw. nur die Einzel-, Doppel-, Trio- und Mannschaftsturniere, die zuerst in den Provinzen, dann in den Regionen und am Ende national ausgetragen werden. Das hat aber sehr wenig mit dem Ligabetrieb in Deutschland zu tun.

Als ausländischer Bowler hat man es nicht leicht in Italien. Es fängt damit an, dass man weder an den Ranking- noch an den Pokalturnieren um den "Coppa Italia" teilnehmen darf. Da bleiben aber noch genug andere Turniere, denkt vielleicht der eine oder andere. Allerdings gibt es auch da einen Haken. Bei dem "Singolo" (Einzel) der FISB darf man als Ausländer nur an den Turnieren teilnehmen, die in der eigenen Provinz und dann in der eigenen Region ausgetragen werden. Auch wenn Ausländer gewinnen, und das war durchaus der Fall in der Kategorie C und D der Herren beim letzten Regionalturnier, dürfen sie nicht an den Landesmeisterschaften teilnehmen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch insofern seltsam, weil Ausländer durchaus an den Landesmeisterschaften teilnehmen können, wenn sie zusammen mit Italienern in den Teamwettbewerben spielen. Und an dieser Stelle muss ich auch mal die DBU für ihre Fortschrittlichkeit in diesen Angelegenheiten loben. In der Sportordnung kann man nämlich zu den Ehrungen bei den Deutschen Meisterschaften lesen:

Belegt ein Ausländer den ersten Platz, so erhält er eine Goldmedaille und eine Urkunde mit dem Text „Internationaler Deutscher Meister“. Der nächstplatzierte Deutsche erhält eine Goldmedaille und eine Urkunde mit dem Text „Deutscher Meister“. Die Plätze 2 und 3 werden – ungeachtet der Nationalität – mit einer Silber- bzw. Bronzemedaille geehrt.


Bravo, meine Damen und Herren von der DBU! Ich habe keine Ahnung, ob die DBU damit allein steht in Europa. In Italien hat man von dieser Politik scheinbar noch nicht gehört. Dumm auch, dass ich mir jetzt überlegen muss, wie ich bei allen Turnieren ins Finale komme, damit ich am Ende der Saison 70 Partien gespielt habe, die dann auch anerkannt werden, damit ich wenigstens aufsteigen kann.

Cheers!

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